Posts Tagged ‘Freie Zahnärzteschaft’

Freie Zahnärzteschaft Mitglied der Allianz gegen die Änderung der Weiterbildungsordnung

November 1, 2008

Der Präsident der Freien Zahnärzteschaft, Peter Eichinger, erklärte für die Freie Zahnärzteschaft den Beitritt zur Allianz gegen die Änderung der Weiterbildungsordnung. Die Allianz übt deutliche Kritik an den bekannt gewordenen Plänen zur Änderung der zahnärztlichen Aus-, Fort- und Weiterbildung durch die Deutsche Gesellschaft für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde (DGZMK), die Vereinigung der Hochschullehrer für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde (VHZMK) und die Bundeszahnärztekammer (BZÄK).

Laut Eichinger erwarte die Freie Zahnärzteschaft einvernehmlich mit der Allianz, dass die Bundesversammlung der Bundeszahnärztekammer eine offene Diskussion über in diesem Zusammenhang bereits getroffenen Vereinbarungen mit dem davon in seiner Gesamtheit betroffenen Berufsstand anstoßen werde. Der Zahnarzt, so Eichinger weiter, sei bereits Spezialist, der Spezialist für Zahnheilkunde. Eine weitergehende Untergliederung des Berufes in Fachgruppen schade Patienten und Zahnärzten gleichermaßen. Patienten wüssten nicht mehr, wer für ihr Zahnproblem zuständig sei, und der Berufsstand werde analog zur schädlichen Entwicklung bei den Ärzten durch Begehrlichkeiten der „Spezialisten“ nach besserer Honorierung und Einschränkung des Behandlungsspektrums der Allgemeinzahnärzte zu deren Lasten zersplittert. (more…)

neuer zahnärztlicher Berufsverband: Freie Zahnärzteschaft e.V.

August 11, 2008

Der neue zahnärztliche Berufsverband „Freie Zahnärzteschaft e. V.“ (FZ) stellte sich der standespolitischen Öffentlichkeit vor. Gründungsvorsitzender Zahnarzt Peter Eichinger aus Passau erläuterte die Ziele des Vereins. In einer Zeit der zunehmenden Einengung durch die Politik brauche es einen entschlossenen und körperschaftsfernen kämpferischen Verband, der die regionalen Initiativen bündle und nach außen vertrete. Insbesondere wolle man die betriebswirtschaftliche Situation des in eigener Praxis niedergelassenen Zahnarztes durch einen offensiveren Auftritt gegenüber Politik und Körperschaften verbessern.

„Wir brauchen ein Korrektiv gegen die althergebrachten „Wahlvereine“ in der standespolitischen Landschaft“, so Eichinger weiter. Der Weg durch die Körperschaften sei gescheitert, deshalb orientiere man sich in dem neuen Verband an der erfolgreich agierenden „Freien Ärzteschaft“ und ihren Zielen. Man wolle die Transparenz im Gesundheitswesen durch Direktabrechnung zwischen Zahnarzt und Patient. Das Wort Kostenerstattung sei aus dem Vokabular der etablierten Verbände verschwunden meinte Eichinger. Das müsse sich ändern, so die Meinung der Freien Zahnärzteschaft.
Ein kollektiver Ausstieg aus dem System sei derzeit nicht möglich, so der Vorsitzende. Man habe aus der Korbaktion der neunziger Jahre Lehren gezogen. Eine Überwindung des Systems der gesetzlichen Krankenversicherung mit seinen Gängelungen durch Kassenzahnärztliche Vereinigungen sei nur individuell in der eigenen Praxis durch ein umfassendes Angebot von außervertraglichen Leistungen möglich. Dazu müsse man die Zahnärzteschaft in die Lage versetzen. Eichinger betonte, dass man öffentlichkeitswirksam gegen viele Zwangsmaßnahmen der Politik und der Körperschaften protestieren wolle. Beispielhaft nannte er die elektronische Gesundheitskarte (eGK), den Gesundheitsfonds, Budgetierung, Zwangsfortbildung aber auch die geplante Änderung der Approbationsordnung und die Weiterbildungsordnung. Referent Wolfgang Heidenreich aus Georgensgmünd brachte es auf den Punkt: die Zersplitterung des Berufsstandes in Spezialisten und Fachzahnärzte müsse verhindert werden.
Man wolle mit regionalen Initiativen und den derzeit in ganz Bayern startenden genossenschaftlichen ABZ-Praxisnetzen eng zusammenarbeiten, so Referent Stefan Gassenmeier aus Schwarzenbruck. Die kleinen Vereine und Zusammenschlüsse bräuchten ein Sprachrohr und eine politische Außenvertretung. Dazu präsentierte Martin Kelbel aus Altdorf die Kommunikationsplattformen im Internet.
Im Beisein zahlreicher interessierter Spitzenmitglieder anderer zahnärztlicher Berufsverbände stellten die Gründungsmitglieder das von ihnen erarbeitete Grundsatzpapier vor und verabschiedeten eine Resolution gegen eGK, Gesundheitsfonds und Zersplitterung des Berufsstandes in Pseudo-Spezialisten.