wenig Zuspruch für die Zahnsparcard

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Scheint wohl nicht so ganz der Bringer zu sein, diese Tchibo-Zahnsparcard? Billigklamotten von Kiki und Co – na ja, aber wenn es um die eigene Gesundheit geht? Da sieht es wohl anders aus!Die Altenaer Zahnarztpraxen erhalten in diesen Tagen ein Angebot: Ein bekannter Kaffeeröster will mit der „ZahnersatzCard“ seinen Kunden günstigen Zahnersatz aus dem Ausland schmackhaft machen. Dass sich die Dentisten der Burgstadt daran beteiligen, ist unwahrscheinlich. „Damit gibt jeder Zahnarzt die Kontrolle ab über das, was er seinen Patienten im Mund einsetzt“, erläutert Dr. Jürgen Johlitz, stellvertretender Bezirksstellenvorsitzender für den südlichen Märkischen Kreis.

Der Gedanke an eine günstige Krone oder Brücke scheint verlockend. Auch Dr. Jürgen Johlitz hebt die Augenbrauen bei der Durchsicht der Preisliste für die „ZahnersatzCard“. „Für die Summe, die das Endprodukt kosten soll, können unsere heimischen Labore nicht mal an die Rohstoffe kommen. Und ich kann mir nicht vorstellen, dass deutsche Unternehmen ihre qualitativ hochwertige Ware zu Billigpreisen ins Ausland verscherbeln, damit dort günstiger Zahnersatz entsteht“, bringt Johlitz seine Einschätzung auf den Punkt.

Der Zahnarzt sieht die Gefahr, dass in den künstlichen Dritten Schadstoffe enthalten sein könnten. „Außerdem weiß ich noch nicht mal, ob ein Zahntechniker am Werk ist. Womöglich wird sogar Kinderarbeit gefördert, wie es bei Billigprodukten aus Fernost leider so oft vorkommt.“

Die Altenaer Ärzte können auf eine Vielzahl guter heimischer Betriebe zurückgreifen, die Zahnersatz herstellen. „Da kann man als Zahnarzt hinfahren oder die Techniker kommen in die Praxis, damit die Stücke individuell gefertigt und angepasst werden können“, so Dr. Jürgen Johlitz. Allein der Erhalt dieser heimischen Arbeitsplätze lässt Johlitz davor zurückschrecken, auf Auslandsprodukte zu setzen. Außerdem: „Wir sind jetzt in der komfortablen Lage, einem Patienten mit Prothesenbruch innerhalb eines halben Tages das Kauen wieder zu ermöglichen. Das geht nicht, wenn wir keine Labore vor Ort mehr unterstützen, denn die sind dann zu.“

Der Patient, so schätzt Johlitz ein, wird solche Aspekte selbst auch beherzigen. Er erinnert sich noch gut an die thematisch ganz ähnliche McZahn-Diskussion vor ein paar Jahren: „Das System ist auch sang- un

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