Zahnarzt über Zulassungsentzug nicht informiert: Freispruch!

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Am Brucker Amtsgericht war der 63-Jährige nun nicht nur wegen unerlaubter Ausübung der Zahnheilkunde und Betrugs auf die Anklagebank zitiert worden, sondern auch wegen gefährlicher Körperverletzung. Denn er hatte Patienten Spritzen gesetzt, Brücken und Implantate eingesetzt.

Dass er im fraglichen Zeitraum Patienten behandelt hatte, diese Leistungen auch abgerechnet und dafür Geld kassiert hatte, dies bestritt der 63-Jährige gar nicht. Die große Frage aber war: Hat er gewusst beziehungsweise konnte er wissen, dass er dies nicht durfte?

Die Staatsanwältin beantragte, den Germeringer, der wegen Betrugs bereits unter offener Bewährung stand, für zwei Jahre und sechs Monate ins Gefängnis zu schicken. Das Schöffengericht aber sprach den Mediziner frei. Dass ihm die Zulassung entzogen worden war, habe niemand dem Germeringer Zahnarzt schriftlich mitgeteilt, stand für Richter Martin Ramsauer zum Ende der Anhörungen des Angeklagten und zahlreicher Zeugen fest.

Der Zahnarzt kann mittlerweile wieder arbeiten. Im Juli 2012 wurde ihm die Kassenzulassung erneut erteilt.

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