Wege aus der Altersarmut für Frauen

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Minijobs, Niedriglöhne in frauendominierten Berufen, keine
Berücksichtigung von Familien- und Sorgearbeit – die AG
Frauen-Arbeit-Politik (AG FAP) in Berlin hat diese drei Probleme als die
Hauptgründe für die Altersarmut von Frauen ermittelt.

Margret Urban, Mitglied in diesem überparteilichen Bündnis aus
frauenpolitischen Verbänden, Organisationen, Initiativen und Personen
und stellvertretende Präsidentin des Verbandes medizinischer Fachberufe
e.V. erklärte dazu: „Unsere AG hat zusammengetragen, dass Frauen heute
fast 60 Prozent weniger Alterseinkommen haben als Männer. Mehr als 70
Prozent haben keinen Zugang zu betrieblicher oder privater
Alterssicherung. Trotz gestiegener Erwerbsbeteiligung liegt die
durchschnittliche Frauenrente bei rund 500 Euro. Wie viel die Arbeit von
Frauen der Gesellschaft wert ist, zeigt auch die Tatsache, dass die
abgeleiteten Renten (Witwenrenten) höher sind als die durch eigene
Anwartschaften erworbenen. Diese Fakten müssen die Politiker/innen
aufhorchen lassen. Schließlich haben sich die Lebensläufe von Frauen
verändert, ist die Zeit der Versorgerehe vorbei.“

Die AG setzt diesen Verhältnissen die „Ziele 2025“ entgegen und fordert,
gesellschaftlich notwendige Arbeit gerecht auf beide Geschlechter zu
verteilen und gerecht zu bezahlen. „Frauen und Männer müssen die
gleichen Berufs- und Verdienst-Chancen auf dem Arbeitsmarkt erhalten,
gleich aus welchen Kulturen sie kommen. Das bedeutet auch, dass Männer
wie Frauen gleichermaßen für Familien- und Sorgearbeit Verantwortung
tragen müssen“, so die AG-Sprecherin, Hannelore Buls, die in der AG die
ver.di-Frauen- und Gleichstellungspolitik vertritt und zudem Vorsitzende
des Deutschen Frauenrates ist.

Notwendig sei ein Gesamtkonzept gleichstellungsorientierter
Altersvorsorge und eine in sich schlüssige Rechtspolitik, so die AG FAP
weiter. Dafür müsse ein Runder Tisch einberufen werden, dessen Arbeit
aber nicht bei Null beginne. Im Gutachten zum ersten
Gleichstellungsbericht der Bundesregierung seien dazu bereits gute
Ansätze erarbeitet worden.

Die Stellungnahme der AG Frauen-Arbeit-Politik ist an führende
Politiker/innen versandt worden. Sie trägt den Titel „Altersarmut als
Folge des weiblichen Erwerbslebens?!“ und steht unter anderem auf
www.vmf-online.de zum Download zur Verfügung.

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