Studie: Zahnarztkosten steigen weiter an

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Die Kosten für zahnmedizinische Behandlungen in Deutschland steigen weiter an – zu diesem Ergebnis kommt eine kürzlich veröffentlichte Studie der Barmer Gesundheitskasse, die die Zahnarztkosten im Jahr 2009 untersuchte. Deutliche Erhöhungen gab es demnach vor allem beim Zahnersatz

60 Prozent gehen zur jährlichen Kontrolle

Die Barmer Gesundheitskasse, eine der größten Ersatzkassen in Deutschland, hat vor kurzem die Ergebnisse ihrer neuesten Untersuchung über die zahnmedizinischen Kosten veröffentlicht. Die Zahlen, welche aus dem Jahr 2009 stammen, zeigen einen deutlichen Trend: Die Kosten für zahnmedizinische Behandlungen steigen. Die Studie belegt, dass mehr als 60 Prozent aller Versicherten mindestens einmal im Jahr den Zahnarzt aufsuchen. Frauen gehen mit durchschnittlich 2,3 Besuchen häufiger als Männer (1,99) zur zahnmedizinischen Untersuchung. Bei jungen Männern liegt der Wert sogar noch deutlich darunter. Auch regional gibt es Unterschiede. Auffallend ist, dass die ostdeutschen Patienten häufiger ihren Zahnarzt besuchen. Die meisten Besuche verzeichnen die Einwohner aus Sachsen. Nicht aussagekräftig sind hingegen die Zahlen zu den Zahnarztkontakten bei Kleinkindern. Der Anteil derer, die einen Zahnarztbesuch absolvierten, liegt hier zwischen 30 und 60 Prozent.

Teurer Zahnersatz

Die Kosten für Zahnersatz haben sich bis 2009 stetig erhöht – im Vergleich zum Jahr 2005 kam es zu einem Anstieg um 18 Prozent. Der Zahnreport stellt dar, dass bei der Barmer etwa jedes zehnte Mitglied im Jahr 2009 mit einem Zahnersatz versorgt werden musste. Die durchschnittlichen Kosten je Patient wurden mit 1.400 Euro ermittelt. Auch hier fielen regionale Unterschiede auf: Im Süden Deutschlands musste für den Zahnersatz deutlich mehr ausgegeben werden, am Ende dieser Statistik liegen Berlin und alle neuen Bundesländer. Ob Brücke, Implantat oder Krone, einen Teil der Aufwendungen muss der Versicherte selbst tragen. Trotz Bonusheft betrug der Eigenanteil mehr als die Hälfte der Gesamtkosten: im Schnitt etwa 776 Euro. Bei keiner anderen Leistung des Gesundheitswesens ist die Aufspaltung in eine Basisbehandlung und in eine private Behandlung so groß wie beim Zahnarzt. Dieser Trend setzte sich auch in den folgenden Jahren fort, wie die ersten Datenanalysen zeigten. Obwohl viele Vorsorgebehandlungen nicht mehr komplett von der Krankenkasse übernommen werden, ist eine gute Prophylaxe den Patienten sehr wichtig. Mit 68 Prozent war der Durchschnitt der Schulkinder, die zur Vorsorgeuntersuchung in den Zahnarztpraxen waren, sehr positiv. Hier stehen die ostdeutschen Bundesländer im oberen Drittel der Statistik, während Hamburg, Bremen und das Saarland auf den hinteren Plätzen zu finden sind.

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