Keine Angst mehr vor dem Zahnarzt

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In einer neuen Studie helfen Psychologen der Universität Würzburg den Teilnehmern, ihre Angst vor dem Zahnarztbesuch abzubauen. Schon jetzt zeigen sich erste Erfolge: Etliche Teilnehmer haben einen Termin beim Zahnarzt vereinbart. Jetzt werden weitere Probanden gesucht.Sogar einen wissenschaftlichen Namen hat sie: Dentalphobie – die Angst vor dem Besuch beim Zahnarzt. Wer davon betroffen ist, muss sich nicht als Einzelfall fühlen. Verschiedene Studien haben gezeigt, dass sich etwa jeder Zehnte so sehr vorm Zahnarzt fürchtet, dass ihn nicht einmal Schmerzen in dessen Praxis treiben.

Den Betroffenen bei der Angstbewältigung zu helfen: Dieses Ziel hat eine neue Studie, die momentan am Lehrstuhl für Psychologie I der Universität Würzburg läuft. Gleichzeitig erforschen die Wissenschaftler dabei die Reaktionen der Teilnehmer auf angstauslösende Reize.

Der Ablauf der Studie

Der Aufwand für die Teilnehmer hält sich in Grenzen. In nur drei Terminen bekommen sie eine ausführliche und kostenlose diagnostische Abklärung sowie Informationen und Aufklärung rund um das Thema „Dentalphobie“. Auch der Besuch einer „virtuellen Zahnarztpraxis“ in Begleitung einer Psychologin ist Teil der Studie. An zwei dieser Termine nehmen außerdem Zahnmedizinerinnen teil – aber gebohrt oder gespritzt wird natürlich nicht!

„Neben der psychologischen Begleitung ist ein besonders positiver Aspekt, dass durch die Zusammenarbeit mit zwei Zahnmedizinerinnen die Möglichkeit gegeben ist, Vorurteile und Ängste gegenüber Zahnärzten abzubauen – und dies außerhalb der gefürchteten Zahnarztpraxis“, sagt Professor Matthias Wieser, Leiter der Studie.

Einigen Betroffenen konnten die Psychologen bereits helfen: „Etliche Teilnehmer haben inzwischen Termine beim Zahnarzt vereinbart, und das, nachdem sie etliche Jahre lang keine Praxis mehr betreten hatten“, sagt Wieser.

Weitere Teilnehmer gesucht

Wer ebenfalls feuchte Hände bekommt, wenn er an den nächsten Zahnarztbesuch denkt, oder jeglicher Behandlung seit Jahren aus dem Weg geht, kann noch an der Studie teilnehmen und gegen seine Ängste vorgehen. Neue Studienteilnehmer sind weiterhin gesucht. Die Termine werden individuell vereinbart und alle Angaben vertraulich behandelt. Nach der Teilnahme an allen drei Terminen bekommen die Probanden eine Aufwandsentschädigung.

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