kein Sex ohne Putzen

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Wer die Mundhygiene vernachlässigt, setzt sein Liebesleben aufs Spiel. Das gilt zumindest für die Herren der Schöpfung, wie türkische Forscher behaupten. Ihnen zufolge haben Männer, die ihre Zähne nicht regelmäßig putzen, vermehrt Erektionsprobleme. Die Forscher der Inönü Universität untersuchten 162 Männer im Alter von 30 bis 40 Jahren. 80 von ihnen hatten eine Erektionsstörung, die restlichen 82 nicht. Dabei stellte sich heraus, dass über die Hälfte der Männer mit Erektionsproblemen eine Zahnfleischentzündung hatte. Dagegen fanden die Forscher gerade mal bei 23 Prozent der Kontrollgruppe ein entsprechendes Problem. Den Wissenschaftern zufolge ist die Wahrscheinlichkeit, unter Erektionsproblemen zu leiden, bei Männern mit entzündetem Zahnfleisch drei Mal so hoch wie bei mundgesunden Männern.

150 Mio. Männer betroffen

Weltweit leiden rund 150 Millionen Männer an Erektionsschwierigkeiten. Zwei Drittel der Fälle sind physisch bedingt. „Starke Parodontitis begünstigt, wie Rauchen und Alkohol, koronare Erkrankungen. Die wiederum verursachen Durchblutungsstörungen und in weiterer Folge Erektionsprobleme“, erklärt der Tiroler Sexualtherapeut Bernhard Moritz. Das Gute an der Sache: „Ist eine Erektionsstörung medizinisch bedingt, kann sie vielfach durch medizinisch-technische Maßnahmen wieder gelöst werden“, so der Experte.

Stress als Ursache

Schon etwas schwieriger ist es bei psychisch bedingten Ursachen. So können beispielsweise Stress und Depression Grund einer Erektionsstörung sein. Und auch die Art und Weise, wie man an das Liebesspiel herangeht, ist bedeutend. „Grundsätzlich gehen die Menschen von einer Vollzugs- und Zielorientierung beim Sex aus. Das heißt, dass ein starker technischer Zugang zur sexuellen Erfüllung gewählt wird“, so Moritz. Erektionsprobleme, die dabei auftreten, würden häufig als „technisches Problem“ gesehen. Dabei liege dem Nicht-Können oft ein Nicht-Wollen zugrunde.

Mehr Sinnlichkeit und Erotik

Der Experte empfiehlt, mehr Augenmerk auf Sinnlichkeit und Erotik zu legen. „Die gegenseitige Erwartungshaltung, also das, was vom Partner beim Sex verlangt wird, kann geändert und der Vollzugsdruck entlastet werden. Das Ziel soll nicht der Höhepunkt, sondern das Gestalten einer lustvollen Zeit miteinander sein“, führt der Fachmann aus. Die Erwartungshaltung soll durch eine Einladungshaltung ersetzt werden, bei der der Partner in die erotische Welt des anderen eintauchen darf, ohne dabei sexuell funktionieren zu müssen. So könnten sich Paare dabei helfen, sich gegenseitig wieder Lust zu verschaffen und die beidseitige Frustration zu senken.

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