wenn der Zahnarzt mit Kritzelzeichnungen nervt

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da fragt man sich aber wer mehr nervt: der Autor oder die Sache, um die es geht?

Permanent muss man sich Gedanken machen mit welchen überflüssigen Dingen man seine „Liebsten” beschenken könnte und wo man die überflüssigen Dinge hinräumt, die man selbst geschenkt bekommen haSolange die Kinder klein sind, ist so ein Vatertag ja noch ganz nett. Man freut sich ehrlich über den quietschbunten Stiftehalter aus Pappe, oder das plumpe Pfeifenreiniger-Männchen mit seinem „Ich-hab-Dich-lieb”-Schildchen. Auch über die abstrakten Zeichnungen, die von den Sprösslingen in Kindergarten und Grundschule angefertigt werden.

„Ist das eine Qualle?”
„Nein, Papa, das bist Du und ein Herz.”
„Natürlich Schatz – dass ich das nicht gleich erkannt habe.”

Diese Kritzelzeichnungen hängt man dann natürlich gerne an exponierten Stellen auf, um zu demonstrieren, was für ein beliebter Vater man doch ist.
„Sehen Sie, das hat mein Sohn für mich zum Vatertag gemalt: Ich bin das kräuselhaarige Kuchengesicht mit den viel zu kurzen Beinen und den Fingern, die aussehen, als wären sie von einer Dampfwalze überrollt worden.”

 

 

Mein früherer Zahnarzt hatte sein Behandlungszimmer mit solchen Ich-bin-ein-guter-Vater-Beweiszeichnungen vollgepflastert. Ich weiß nicht, was mich mehr genervt hat: Diese Kritzelbilder oder der grinsend immer wieder aufgewärmte Spruch: „Und Sie vollbringen heute am Morgen schon ihre gute Tat? Bitte weit aufmachen.”

 

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