Alterszahnmedizin betrifft den ganzen Menschen –

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Als spezielle Disziplin der Zahnheilkunde reagiert sie auf die Herausforderung des demografischen Wandels. Die Gesunderhaltung des Mundraumes und der Zähne wird bei älteren Menschen zu einem entscheidenden Kriterium der Gesunderhaltung des gesamten Organismus. Alterszahnmedizin begegnet daher nicht nur Risiken, sondern nutzt auch die Chance, durch ihre Therapien entscheidend zur Verbesserung der Lebensqualität und des Gesundheitszustandes älterer Menschen beizutragen. Der Deutsche Zahnärztetag am 11. und 12. November in Frankfurt, befasst sich daher auch mit den Risiken und Möglichkeiten der Alterszahnmedizin.

Immer mehr Menschen werden immer älter. Der demografische Wandel der Bevölkerung tangiert auch die Zahnmedizin in kaum zu unterschätzendem Maße. Durch vorbeugende Schritte können immer mehr Menschen einen Restzahnbestand bis ins hohe Alter behalten. Selbst jenseits der 65 ist die Totalprothese nicht mehr die Regel. Diese positive Entwicklung stellt die Zahnmediziner vor die Aufgabe, ein noch intaktes Gebiss als Teil eines gealterten und nicht selten chronisch erkrankten Körpers behandeln zu müssen.

Viele ältere Patienten, die eine Zahnarztpraxis aufsuchen, leiden zudem an unterschiedlichen Krankheiten, die auf verschiedene Weise therapiert werden. Solche Mehrfacherkrankungen müssen durch den Zahnarzt berücksichtigt werden. “Gerade bei der zahnmedizinischen Behandlung älterer Menschen stellen die vielfältigen Wechselwirkungen, die zwischen unterschiedlichen Krankheitsbildern bestehen, den Zahnarzt vor große diagnostische und therapeutische Herausforderungen”, betont Dr. Antje Köster-Schmidt, Referentin für Alterszahnmedizin im Vorstand der Landeszahnärztekammer Hessen. “Die Berücksichtigung der teils sehr komplexen medikamentösen Einstellung eines Patienten ist für eine umfassende Bewertung der Risiken einer zahnmedizinischen Maßnahme oder eines Eingriffs unerlässlich. Dies setzt eine notwendige Verbesserung der Zusammenarbeit mit Haus- und Fachärzten voraus.”

Entzündungen des Zahnhalteapparats (Parodontitis), die in hohem Maße durch bakterielle Zahnbeläge (Plaque) verursacht werden, steigen aufgrund des längeren Erhalts der Zähne mit zunehmendem Alter seit Jahren stetig an. Wird die orale Entzündung beseitigt, hat dies einen positiven Einfluss auf die Entzündungswerte des gesamten Organismus. Alterszahnmedizin begegnet daher nicht nur Risiken, sondern nutzt auch die Chance, durch ihre Therapien entscheidend zur Verbesserung der Lebensqualität und des Gesundheitszustandes älterer Menschen beizutragen.

Gesund beginnt im Mund und Gesundheit wird im Mund erhalten: Auch im Alter besser sprechen, besser kauen, besser aussehen und länger gesund und beschwerdefrei leben sind erklärte Ziele der Alterszahnmedizin, welche durch eine gute Mundhygiene und eine regelmäßige zahnärztliche Betreuung erreicht werden.

Landeszahnärztekammer Hessen
Körperschaft des Öffentlichen Rechts

Die Landeszahnärztekammer Hessen, mit Sitz in Frankfurt am Main und einer Außenstelle in Kassel, ist die Berufsvertretung von derzeit über 6.300 hessischen Zahnärztinnen und Zahnärzten.
Kontakt:
Landeszahnärztekammer Hessen
Annette C. Borngräber
Rhonestraße 4
60528 Frankfurt
borngraeber@lzkh.de
069427275114
http://www.lzkh.de

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