Bevor die Rechnung weh tut

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Nicht nur Zahnschmerzen sind schlimm, auch der Weg zum Zahnarzt ist für viele ein Problem. Richtig weh tut aber oft erst die Rechnung, die der Patient nach der Behandlung erhält – und sieht, was seine Gesetzliche Krankenkasse (GKV) davon übernimmt.

Gesundheit kostet Geld. Besonders intensive Zahnersatz-Behandlungen sind teuer. Die GKV übernimmt ihren Anteil. Dann, wenn die Behandlung medizinisch notwendig ist, der Befund im Leistungskatalog aufgeführt ist und die Behandlung von einem zugelassenen Kassenarzt übernommen wird.

Eigenverantwortung deutlich gestiegen

Die Verunsicherung der Versicherten ist groß. Viele wissen gar nicht, was auf sie zukommen kann. „Bei uns besteht noch kein erhöhter Beratungsbedarf, auch was das Neukundengeschäft unseres Kooperationspartners angeht“, sagt Holger Dieter von der TK. Auch Jürgen Cronauer (AOK) bilanziert rückblickend auf die Zeit seit Einführung der Festzuschüsse, dass ein sprunghafter Anstieg der Nachfrage nicht zu verzeichnen sei. Gleichwohl sei die Eigenverantwortung der Versicherten deutlich gestiegen, viele Zusatzangebote würden genutzt. Die DAK sieht laut Claus Uebel ein komplexes Thema, „denn schon die Aufstellungen des Zahnarztes sind für die meisten unverständlich. Der Eigenanteil ist enorm, die Behandlung verschlingt oft mehrere Tausend Euro.“ Zusatzversicherungen sind deshalb fester Bestandteil in Beratungsgesprächen, ob bei der AOK oder den Ersatzkassen. Jede Krankenkasse hat ihren Kooperationspartner aus dem Bereich der privaten Krankenversicherer (PKV), der angeboten wird. Möglich sind in der Kombination aber natürlich Tarifmodelle anderer Versicherer. Insgesamt können bis zu 90 Prozent der Rechnungskosten abgedeckt werden. Je nach Gesellschaft, nach Tarif und nach Vorleistung der GKV.

Die Unterschiede in den monatlichen Prämien sind enorm. Der Kunde müsse vor allem auf versteckte Leistungsausschlüsse oder -begrenzungen achten, sagt die Verbraucherzentrale in Mainz. „Die Formel, wonach alles besser ist als keine zusätzliche Absicherung, trifft hier nicht“, sagt Michael Wortberg, Referent für Versicherungsfragen bei der Verbraucherzentrale. Insofern sei der Beratungsbedarf bei den Verbrauchern enorm gestiegen.

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