Schnäppchenjagd beim Zahnarzt

by

Anscheinend macht die Geiz-ist-Geil-Mentalität keinen Halt vor Arzpraxen. Aber: kann man viel Geld sparen beim Zahnarztbesuch? Das funktioniert inzwischen, mein zumindest eine Zeitung. Zwar kann für gesetzlich Versicherte der Eigenanteil, den sie aus eigener Tasche für eine Behandlung begleichen müssen, immer noch erheblich sein. Dafür gibt es inzwischen zahlreiche Sparmöglichkeiten, diese Kosten zu reduzieren.

Click here to find out more!

Zusatzleistungen der Krankenkassen: Was die Kassen im Rahmen des gesetzlichen Leistungskatalogs beim Zahnersatz leisten, ist oft verschwindend gering, vor allem, wenn man aufwändigere Behandlungsmethoden wählt. Inzwischen bieten aber einige Kassen im Rahmen von Zusatzleistungen vergünstigte Zahnbehandlungen an. Allerdings muss man bereit sein, den Zahnarzt zu wechseln. Zahnreinigungen zum Festpreis von 50 Euro oder Implantate zum Festpreis von 1.100 Euro, dazu längere Garantiezeiten, gibt es nur bei Ärzten, mit denen spezielle Verträge ausgehandelt wurden. Man sollte bei seiner Krankenkasse nachfragen, ob sie derartige Angebote hat und zu welchen Bedingungen sie leistet.

Verschiedene Angebote einholen: Ein Zahnarztbesuch ist Vertrauenssache. Wenn man mit seinem Arzt zufrieden ist, bleibt man ihm meist treu. Doch es lohnt sich nachzufragen, was die Kollegen berechnen. Beispiel Zahnreinigung: Die Kosten dafür variieren zwischen 40 und 120 Euro. Auch bei Inlays, Kronen und Implantaten gibt es enorme Preisunterschiede. Es kommt immer darauf an, mit welchen Labors der Zahnarzt zusammenarbeitet und nach welchem Gebührensatz er abrechnet. Man kann durchaus seinen Arzt fragen, ob er bereit ist, mit einem günstigeren Labor zusammenzuarbeiten, denn die Laborkosten sind bei Zahnersatz der größte Kostenfaktor, sagt Wolfgang Schuldzinski, Gesundheitsexperte der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen.

Zahnarztauktionen: Im Internet kann man seine anstehende Zahnbehandlung versteigern: Man stellt auf Plattformen wie www.zahngebot.de, www.medikompass.de oder www.2te-Zahnarztmeinung.de seinen Heil- und Kostenplan ein. Verschiedene Zahnärzte geben dann ihr Angebot ab – wer das niedrigste Angebot macht, erhält den Zuschlag. Hier sollen bis zu 40 Prozent Ersparnis möglich sein.

Behandlung in der Zahnklinik: Einige Zahnkliniken, die einem Uniklinikum angeschlossen sind, bieten sogenannte Studenten- oder Patientenkurse an, in denen man sich von Studenten höherer Semester für einen Bruchteil der üblichen Zahnarztkosten behandeln lassen kann. Diese Möglichkeit steht allen gesetzlich versicherten Patienten offen. Auch hier gewährt die Kasse die üblichen Festzuschüsse. Vorteil: Die Kosten, die über die Festzuschüsse hinausgehen und die der Patient komplett aus eigener Tasche bezahlen muss, sind in der Zahnklinik um einiges günstiger als in einer üblichen Zahnarztpraxis. Manche Kliniken verlangen lediglich die Materialkosten, andere kassieren zusätzlich reduzierte Anfertigungsgebühren. Hier praktiziert jedes Klinikum seine eigenen Abrech-nungsmodalitäten. Studentenkurse bieten unter anderem die Uni-Zahnkliniken in München, Frankfurt, Hannover und Mainz an. Allerdings benötigt man Geduld. Termine sind nicht leicht zu ergattern – die Wartezeiten liegen manchmal bei mehreren Monaten.

Zahnbehandlung im Ausland:
Dass es in Ungarn, Tschechien, Polen oder auch auf Mallorca Zahnersatz zu wesentlich günstigeren Preisen gibt, hat sich inzwischen herumgesprochen. Die Kostenersparnis liegt bei 30 bis 50 Prozent gegenüber den Preisen in Deutschland, sagt Schuldzinski. Die Kassen gewähren die üblichen Zuschüsse wie beim heimatlichen Zahnarztbesuch. Allerdings muss man unbedingt vorher den Heil- und Kostenplan einreichen, in dem der ausländische Arzt ein detailliertes Angebot gemacht haben sollte. Günstig ist, wenn der ausländische Arzt einen Kooperationsvertrag mit einem deutschen Arzt abgeschlossen hat. Gibt es gesundheitliche Probleme, wenn man wieder in der Heimat ist, kann man sich komplikationslos vom deutschen Kooperationsarzt behandeln lassen. Soll ein anderer deutscher Arzt die Korrektur ausführen, wird das die Krankenkasse nicht bezahlen. Knackpunkt: Man muss einen guten Arzt finden. Man sollte bei seiner Krankenkasse fragen, ob es Erfahrungsberichte anderer Patienten gibt, sagt Schuldzinski. Am besten, man kann die Praxis vor der Reise in Augenschein nehmen.

Verhandeln:
Hat man ein günstigeres Angebot für eine anstehende Behandlung gefunden – sei es beim ausländischen Arzt oder über eine Auktion – kann man damit immer noch zum eigenen Zahnarzt gehen und verhandeln. Das ist durchaus legitim und nicht selten sogar erfolgreich.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s


%d Bloggern gefällt das: