Dr. Alban, das Schulterfreie und die „zahnspangenfreie Zone“

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Huch, wer kennt ihn nicht, den Rapper mit zahnmedizinischen Wurzeln, der in den neunziger Jahren die Dancefloors beherrscht. Natürlich ist die Rede von Dr. Alban. Man hat zwar lange nichts mehr von ihm gehört, aber er lebt und rockt wie immer

Dr. Alban lässt die Gäste zappeln

Die Ü30-Party im Allee Center ist eine „hundertprozentige zahnspangenfreie Zone“, verspricht der Veranstalter.

Dr. Alban, der singende Zahnarzt, erschien ganz in Weiß auf der Bühne des Centers, um vor tanzenden Partygästen „It’s My Life“ zu singen. Foto: RPO

Als wolle er diesmal zur achten Veranstaltung dieses Motto fest einzementieren, hatte er als Stargast Dr. Alban, den singenden Zahnarzt aus Schweden mit afrikanischen Wurzeln, für den Samstag verpflichtet. Alle bei der Ü30-Party im Vorfeld seines Auftritts Befragten kannten Albans Superhit aus den 90ern „It’s My Life“.

Stargast mit Begleitung

Schon bei der Erwähnung des Titels begannen die Glieder der Tanzwütigen zu zucken. Aber nur rund die Hälfte konnte diesen Titel dem Interpreten zuordnen: Dr. Alban nämlich. Obwohl er diesen Hit 1992 1,6 Millionen Mal verkauft hatte.

Damit war klar: Die Besucher waren nicht nur wegen Dr. Alban gekommen, sondern sie wollten Spaß haben, tanzen, sehen und gesehen werden. Um 0.20 Uhr erschien dann der Stargast auf der zentralen Bühne des Allee Centers – mit Sängerin und zwei Tänzern, flankiert von Sicherheitsleuten.

Der 53-Jährige trägt Weiß: Weißer Anzug, weiße Schuhe. Eine Lichtgestalt der Dancefloor-Musik oder doch mehr ein Sänger mit dem Charisma eines Zahnarztes? Statt Mundschutz Mikrofon, statt Sprechstundenhilfe blonde Sängerin im kurzen, schulterfreien Schwarzen.

So reizt der Besuch beim Zahnarzt, zumal die Musik noch ein wenig lauter und damit durchgehend nervenbetäubend aus den Boxen schallte. Die Leute drängeln sich an den Bühnenrand. Als die für die Musik charakteristische Bassdrum auf die Trommelfelle schlägt, gibt’s kein Halten mehr: „Let the Beat Go On“ singt Dr. Alban.

Die Menge fühlt sich angesprochen, und der Mann aus Ghana mutiert zum Zeremonienmeister des Disco-Gedresches. Freilich, er braucht die visuelle Begleitung der Blonden an seiner Seite und besonders die Unterstützung der beiden Tänzer.

Zum nächsten Stück sollen alle mitklatschen, die Hände nach oben. Leichter gesagt als getan, wenn die Füße einfach nicht stillhalten wollen. Immerhin heißt das Stück „It’s My Life“. Die Menge zuckt und zappelt. Dr. Alban vermittelt ein körperbewegendes Gefühl.

Als Nächstes ein weiterer Hit des Sängers: „Sing Hallelujah“. Die Leute toben sich ein. Kommunikation funktioniert ab jetzt nur noch über Gebärden. Den Daumen hoch zeigt eine Schöne über 30 auf der „Frage“ nach der Güte des Auftritts. Nach einem zweiten „It’s My Life“ und der Zugabe „One Love“ bahnt er sich seinen Weg wieder von der Bühne.

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