ein Zahnarzt beim kleinsten Volk der Welt

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Kimyal - das kleinste Volk der Welt

Zahnarzt Roland Garve besuchte die Kimyal und fotografierte seinen Bruder Reiner mit ihnen. Die Kimyal werden maximal 1,45 Meter groß, Reiner ist 1,80 Meter

Hier ist man mit 1,45 Metern einer der ganz Großen: Im Volk der Kimyal aus Papua-Neuguinea werden Frauen maximal 1,40 Meter groß, Männer nur fünf Zentimeter größer. Warum die Mini-Menschen nicht weiter wachsen, ist bislang ein Geheimnis.

Etwa 1000 Angehörige des Naturvolks leben im Hochland des Inselstaates Papua-Neuguinea, berichtet die Tageszeitung „Die Welt“. Dort besuchte sie der deutsche Expeditionsreisende und Zahnarzt Roland Garve. Er hat sich zur Aufgabe gemacht, die letzten Naturvölker der Erde zu erforschen und ihnen zu helfen, damit sie in ihrer Einzigartigkeit weiterleben können.

Die Kimyal pflegen ihre Bräuche – Männer tragen beispielsweise nur aufwendigen Kopfschmuck und ein gebogenes Penisrohr – und ihre traditionellen Ernährungsgewohnheiten. Die könnten ein Grund für den Kleinwuchs der Kimyal sein: Tierisches Eiweiß kommt selten auf ihren Speiseplan. Der Körper benötigt es aber unbedingt, um neue Zellen zu bilden – also zu wachsen.

Tatsächlich sind die Kimyal das kleinste bekannteste Volk, noch kleiner als die Pygmäen – eine Population in Zentralafrika, deren Angehörige maximal 1,50 Meter groß werden.

Eine andere Theorie besagt, dass die Kleinwüchsigen von Größeren aus den Dörfern vertrieben wurden und schließlich in den Bergen eigene Siedlungen gründeten. Was Garve beobachtete: Je höher die Dörfer liegen, desto kleiner sind die Bewohner.

Die Kimyal leben in Dörfern von etwa 150 Menschen zusammen. Dort gibt es Männer-, Frauen- und Familien-Hütten. Die Männer-Hütten liegen zentral und sind größer als die restlichen Behausungen. Frauen ist der Zutritt streng verboten. Sie sind traditionell in den Familien-Hütten, in den letzten Schwangerschaftswochen, während ihrer Menstruation oder bei Krankheit müssen sie in die speziellen Frauen-Hütten.

Auch die Ernährung der Geschlechter ist verschieden: Frauen sammeln Insekten, fangen Mäuse, Frösche und Schlangen. Die Männer jagen Vögel, Fledermäuse, Ratten oder Schlangen. Allerdings werden meistens Kartoffeln, Bananen und Zuckerrohr gegessen, tierisches Eiweiß ist rar. Diese Mangelernährung führt zu Krankheiten und einer hohen Kindersterblichkeit. Trotzdem wird das Volk der kleinen Kimyal immer größer. weiter

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