junge Wessimänner meiden den Dentisten

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Junge Männer und Westdeutsche sind zahnarztscheuer als der Durchschnitt. Das geht aus dem in Berlin vorgestellten neuen Zahnreport der Krankenkasse Barmer GEK hervor, der auf Daten aus dem Jahr 2009 basiert. Während statistisch betrachtet 69 Prozent der Gesamtbevölkerung in jenem Jahr zum Zahnarzt gingen, waren es nur 55 Prozent der männlichen 22- bis 25-Jährigen. Bei ihren Altersgenossinnen waren es 67 Prozent.Zugleich macht sich auch ein Ost-West-Unterschied bemerkbar. Im Durchschnitt suchten die Deutschen 2009 exakt 2,15-mal den Kontakt zu einem Zahnarzt, ließen sich also behandeln oder beraten. In westlichen Bundesländern wie Rheinland-Pfalz (1,9-mal) und dem Saarland (1,8-mal) war die Quote dabei unterdurchschnittlich, in östlichen Ländern wie Sachsen und Thüringen mit je 2,4 Kontakten dagegen klar überdurchschnittlich.

Als Erklärung für diese Unterschiede verwies die Barmer GEK auf die größere Zahnarztzahl je Einwohner im Osten sowie auf die Erziehung in der früheren DDR. „Das liegt zum einen an der höheren Zahnarztdichte. Zum anderen spielt auch die frühkindliche Sozialisation in Kindertagesstätten und Horten der ehemaligen DDR eine Rolle“, erklärte Zahnreport-Autor Thomas Schäfer vom Hannoveraner Institut für Sozialmedizin, Epidemiologie und Gesundheitssystemforschung (ISEG).

Insgesamt ließen sich der Studie zufolge fast ein Drittel der Bevölkerung (28,9 Prozent) 2009 von ihrem Zahnarzt eine Füllung einsetzten, litten also unter Karies. Neun Prozent der Deutschen musste ein Zahn gezogen werden.

Zahnreport-Autor Schäfer mahnte, trotz der insgesamt guten Versorgung in Deutschland die vergleichsweise hohe Zahl an Menschen zu beachten, die in jenem Jahr nicht zum Zahnarzt gingen. Insgesamt sei dies immerhin etwa 30 Prozent der Bevölkerung gewesen, erklärte er. „Wenn fast jeder Dritte ohne Zahnarztkontakt bleibt, stellt sich schon die Frage: Ist es individuelle Zahnarztangst oder schrecken die größer werdenden privaten Finanzierungsanteile ab?“

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Eine Antwort to “junge Wessimänner meiden den Dentisten”

  1. Michael Says:

    Grundsätzlich betrachtet ist dies ne positive Sache, ich überlege mir aber, ob das langfristig realistisch brauchbar bleibt!

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