Zähne schmerzfrei behandeln

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Nebelschwaden, dunkle Tücher, geheimnisvolle Technik, also pssst nicht weitersagen. Bei dem geheimnisvollen Gerät handelt es sich offensichtlich um einen ganz normalen handelsüblichen Laser, wie er schon in vielen Praxen steht. Doch nicht immer hält das rote Licht, was es dem Wandersmann verspricht!

Ein Wiener Zahnarzt hat neueste Technologie in seine Praxis geholt, um Patienten schmerzfrei behandeln zu können und um Vorsorge einfacher zu machen. Wir haben uns die Geräte und die Technologie angesehen.
‚Statt einen dicken Mercedes für den Arzt gibt es gesunde Zähne‘ dürfte das Motto bei Dr. Zahedi gewesen sein, der im achten Bezirk in Wien seine Ordination hat und den Gegenwert des Luxusautos gerade in Technologie investiert hat. Die Wiener Gebietskrankenkassa kann er nicht anbieten, ‚teure‘ Vorsorge ist daher auch eine Sache der Patienten. Diese sparen später, denn die neue Technologie auf Laser-Basis macht den Löchern in den Zähnen ein Ende.

Wir konnten uns von dem ganzen Spektrum der Anwendungen bereits überzeugen, die Kinder und Erwachsene lieber zum Zahnarzt gehen lassen werden. Da wäre etwa die Erkennung von Schäden am Zahn, auch wenn man diese nicht sieht. Statt zu warten, bis man ein Loch sieht oder spürt, kann man mit dem Laser und der Messung seiner Reflexionen mit einem Apparat ein deutliches Indiz für ein Loch bekommen – die Genauigkeit liegt nahe bei 100% statt der üblichen menschlichen Schätzung bei rund der Hälfte.

Ist die Früherkennung erfolgt, dann spielt wiederum der Laser eine Rolle. Er kann das entstehende Loch öffnen und füllen lassen, aber auch die beschädigten Teile des Zahns entfernen, ohne die erhaltenen Zahnbereiche anzugreifen. Mit dem Bohrer würde auch gesundes Material entfernt und die Sicherheit, krankes Material entfernt zu haben, wäre nicht so groß.

Richtig zur Sache geht es dann mit dem großen ‚Laser-Bohrer‘, der im Gegensatz zum klassischen Bohrer mit Laser arbeitet. Kleinste ‚Sprengungen‘, die der Laser mit Wasser und Hitze macht, haben überhaupt nichts von Bohrern alter Art – man spürt sie kaum (die meisten sagen: überhaupt nicht) und sie lassen gesunden Zahn stehen.

Wer Angst vor der Spritze hat, kann auch diese ablegen: Der Laser bohrt nicht nur nicht und schmerzt daher nicht, sondern betäubt auch die Nerven, die die Schmerzen weiterleiten. Als Ersatz für die Spritze ist der Laser also auch noch geeignet.

Das Ziel ist einfach: Patienten sollen Schwachstellen der Zähne schnell und präzise diagnostiziert bekommen, Löcher sollen schon gestopft werden, bevor sie wirklich entstehen und dann soll eine Behandlung auch noch schmerzfrei und ohne Kollateralschäden am gesunden Zahnmaterial ablaufen.

Künftig werden Patienten also beim Zahnarzt eine exakte Diagnose erhalten, keine Löcher mehr haben und wenn doch einmal ein Eingriff nötig ist, weder Spritze, noch Bohrer und Schmerzen kennenlernen. Was in Österreich in der Breite noch Utopie ist, haben Universitäten und nun auch unser Beispiel ‚mitten im Achten‘ bereits erfolgreich im Einsatz. International ist die Aversion gegen Neues und die Vorbeugung künftiger Probleme übrigens nicht so ausgeprägt wie in Österreich, da hat man den Nutzen des Lasers und der Vorsorge auch in finanzieller Hinsicht bereits erkannt. Unser Gesundheitssystem muss da noch lernen.

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