Pimmel over Berlin: Riesenpenis bleibt doch am TAZ-Haus

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Na das dürfte doch eine Schlagzeilenkaskade ganz im Sinne der B****-Zeitung und ihres Chefredakteurs Kai Diekmann sein. Bleibt der Pimmel oder muss er weichen? Ha, jeden Tag eine neue Schlagzeile und mittendrin der Schreiberling, diesmal selbst der Star im Mittelpunkt der Wahrnehmung.

Da war „Bild“-Chefredakteur Kai Diekmann (45) wohl zu früh enttäuscht – so der Südkurier: Peter Lenks Satire am Verlagsgebäude der linken „taz“, in der Bundeshauptstadt inzwischen als „Pimmel über Berlin“ bekannt, wird nicht abmontiert.

So leicht wird man einen Lenk nicht mehr los. Diese Lektion lernt man jetzt auch bei der linken Berliner „tageszeitung“. Dessen Vorstand hatte am Freitag mit drei von fünf Stimmen beschlossen, dass „die Fassadengestaltung von Peter Lenk wieder abgebaut wird“. Spätestens bis 4. Januar 2010.

Nicht dass Peter Lenk darüber besonders in Wallung geraten wäre. Den Skulpteur aus Bodman wundert lediglich der Kniefall des taz-Vorstandes, der seine Entscheidung sofort Diekmann persönlich mitteilte und erst danach ihn, den Künstler, informierte.

Seine Reaktion ist Lenk-typisch: „Sollte das Zentralkomitee der taz die Genehmigung zur Probeaufstellung im Nachhinein für ungültig erklären, werde ich um Pimmels Willen das Relief überhaupt nicht mehr abbauen.“ Dabei beruft er sich weniger auf die Erlaubnis eines taz-Geschäftsführers als vielmehr auf das Kunst-Urheberrecht. Dass es die „taz“ teuer zu stehen käme, legte sie Hand an den mutmaßlichen Diekmann-Pimmel samt Begleitpersonal, machte Lenk am Samstag Vorstandsfrau Ulrike Hermann telefonisch deutlich.

Peter Lenk hatte seinen neuesten Schelmenstreich in der Nacht zum 15. November am taz-Gebäude angebracht. Hauptfigur ist ein Nackter, in dem man den im wenige hundert Meter entfernten Springer-Hochhaus residierenden „Bild“-Chef Diekmann erkennt. Der lässt seinen Penis über fünf Stockwerke hoch wachsen. Unterstützt durch Verlegerin Friede Springer als Schlangenbeschwörerin. Das Relief greift den „in Deutschland ersten bedeutenden Penis-Prozess“ auf, erläutert Lenk seine Satire im Begleitheft, den Diekmann 2002 gegen die „taz“ führte, weil die ihm auf ihrer Satireseite eine chirurgische Verlängerung seines besten Stückes andichtete.

Aus seiner damaligen Humorlosigkeit hat Diekmann offensichtlich gelernt. In seinem persönlichen Internet-Blog setzt er sich weiter süffisant mit dem Streit auseinander, der wegen seines Riesendödels draußen in der „taz“ drinnen tobt und weist Unterstellungen zurück, er wolle den Abriss erreichen. Diekmann endet: „Satire, finde ich auch, darf eben fast alles.“

Am Freitag war vor dem taz-Café eine Fake-Sonderausgabe der „taz“ verteilt worden, in der die Redaktion verlangt: „Der Pimmel über Berlin muss bleiben.“ Aufmachertitel: „Wir sind Schwanz!“ Dahinter zwei Seiten, auf denen nur hunderte Male ein Satz wiederholt wird: „Satire darf alles!“ Die Urheberschaft ist bis dato ungeklärt, Peter Lenk, der im Impressum als Verantwortlicher genannt wird, hat damit nichts zu tun. Im taz-Blog wird indes bereits spekuliert, ob sie nicht auf einer Rotation entstand, auf der sonst „Bild“ gedruckt wird.

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Eine Antwort to “Pimmel over Berlin: Riesenpenis bleibt doch am TAZ-Haus”

  1. YODA Says:

    Berlin: taz- und Springer-Anwälte nehmen Penis an der „taz“-Fassade in Augenschein
    Nachdem am Wochenende das von dem Bildhauer Peter Lenk geschaffene Kunstwerk an der Außenfassade der „taz“ freigelegt wurde, trafen sich die Anwälte der „taz“ und die der „Bild“-Zeitung zum Lokaltermin, um einen sechs Meter langen Penis in Augenschein zu nehmen.

    Peter Lenk hatte in Anlehnung an einen Streit zwischen den Zeitungen eine Skulptur geschaffen, deren Gesicht an den Chefredakteur der „Bild“-Zeitung, Kai Diekmann erinnern könnte. Lenk bekräftigte aber, es handle sich bei der nackten Figur nicht um Diekmann.

    Eine „taz“-Mitarbeiterin empfindet es als Provokation, jetzt jeden Tag unter zwei Hodensäcken durchgehen zu müssen, wenn sie zur Arbeit kommt.

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