Archive for Mai 2008

Komplette Notfallserie zum Herunterladen

Mai 29, 2008

Vielleicht sind Sie mit dem Alarmruf „Chef, Schnell, ein Notfall“ schon einmal aus Ihrer täglichen Praxisroutine gerissen worden. Wie war Ihre Reaktion? Waren Sie in dieser Situation eher in Panik und Anspannung oder in dem Gefühl, der Situation höchstwahrscheinlich gewachsen zu sein?
Welche wichtigen Schritte und Maßnahmen während einer Notfallsituation Zahnarzt und Praxisteam ergreifen sollten, erläutert der Internist und Notarzt Dr. Sönke Müller in einer Serie für das DENTAL MAGAZIN.

weiter hier:

Keine Persönlichkeit, kein Durchblick, kein Profil – Generation X meets the Pornogeneration

Mai 28, 2008

Hendrik Sommer: „Der Pornogeneration fehlt das eigene Profil“

FRANKENBERG (rou). Thomas Müller zählte zur Generation „hoffnungsvolle Nachwuchspolitiker“ – bis vergangene Woche, als seine Mitgliedschaft in dubiosen Internetgruppen bei „StudiVZ“ bekannt wurde und ihn seine politische Karriere kostete. Warum hat er sich auf diesen Internetseiten herumgetrieben? Viele Menschen haben sich diese oder ähnliche Fragen gestellt. Hendrik Sommer liefert Antworten. Der Frankenberger hat ein Buch geschrieben, in dem er sich mit der Internet-Gesellschaft befasst. Der 30-Jährige nennt sie: Pornogeneration.

Der 30 Jahre alte Frankenberger ist studierter Agrarwissenschaftler und arbeitet momentan an der Doktorarbeit, die allerdings nichts mit seinem Buch zu tun hat. Das Internet verändert die Welt – durch die Arbeit mit Studenten sei ihm dies bewusst geworden, sagt der ehemalige Edertalschüler im WLZ-FZ-Interview. „Keine Persönlichkeit, kein Durchblick, kein Profil – Generation X meets the Pornogeneration – Auf der Suche nach dem eigenen Profil“, lautet der Titel des Buches, das er veröffentlicht hat.

Thomas Müller hat in der virtuellen Welt des Internets seine reale berufliche Perspektive verspielt. Ein Einzelschicksal?
Sicherlich kein Einzelschicksal. In einem offenen Brief des Leipziger Studenten Sebastian Pittelkow weißt dieser darauf hin, dass zwei seiner Freunde bei Vorstellungsgesprächen auf ihre Gruppenzugehörigkeit beim StudiVZ angesprochen worden sind. Aber das Beispiel von Thomas Müller ist meiner Meinung nach dennoch Zeichen setzend und sollte jeden Nutzer/User nachdenklich stimmen.

Erst Denken, dann Handeln – wird diese Lebensregel im Internet außer Kraft gesetzt?
Leider viel zu oft, wie dieses Beispiel zeigt.

Warum treten Menschen im Internet Gruppen wie „Nach Frankreich fahr ich nur auf Ketten“ bei, wenn sie im wirklichen Leben zumindest vordergründig für ganz andere politische Ziele eintreten?
Der Gründer dieser speziellen Gruppe gibt auf der Gruppenseite an, seine Gruppe sei als politische Satire mit einer Portion Sarkasmus zu verstehen. Diese Einstellung ist ein Beispiel dafür, dass sich diese Generation über bestehende Werte hinwegsetzt, ohne das zu begreifen. Für mich ein klares Zeichen von Unreife. Die ursprüngliche Gruppe zählt 20000 Mitglieder, etwa 15 weitere Gruppen mit dem gleichen oder ähnlich klingenden Namen haben sich als Trittbrettfahrer an den „Erfolg“ der ersten Gruppe angehängt. Ich bezweifle, dass sich alle diese Menschen diese Frage jemals so gestellt haben. Das zeigt, wie widersprüchlich eigentlich diese Generation ist, denn die Frage, warum Menschen solchen Gruppen beitreten, kann wahrscheinlich nicht einmal von den Betroffenen zufrieden stellend beantwortet werden.

Das Internetportal StudiVZ zählt mehr als acht Millionen Mitglieder. So viele Studenten gibt es aber gar nicht. Warum will irgendwie jeder Jugendliche oder junge Erwachsene dabei sein?

Ursprünglich wurde dieses Portal für 2,3 Millionen Studenten in Deutschland, Österreich und der Schweiz gegründet. Dem StudiVZ folgte das SchülerVZ, ein Portal, dem nach Angaben des Betreibers drei Millionen Nutzer angehören. Zusätzlich gibt es Ableger dieser Portale in unterschiedlichen europäischen Ländern, etwa. Polen und Italien. Dadurch erklärt sich der scheinbare Widerspruch. Trotzdem ist es für die angesprochenen Zielgruppen ein gesellschaftliches Muss, dazu zu gehören. Solche Portale werden genutzt, um das persönliche soziale Netzwerk in der virtuellen Welt abzubilden. Jeder Nutzer kann dort all seine Freunde und Bekannten finden und sich mit ihnen vernetzen. Er kann mit ihnen kommunizieren und kann sie an seinem Leben teilhaben lassen, indem er beispielsweise Bilder von sich hoch lädt und Freunde, die ebenfalls auf dem Bild zu sehen sind, direkt auf dem Bild mit deren Netzwerk-Profilen verlinkt. Dadurch entsteht ein immer größer werdendes und doch sehr detailliertes soziales Netzwerk, bei dem jeder unbedingt dabei sein will. Wie heißt es so schön: „Gesehen und gesehen werden“.

Welche Bedeutung haben diese Sozialen Netzwerke in der Gesellschaft?

Soziale Netzwerke hat es schon immer gegeben. Nur durch das Internet werden sie sowohl transparenter als auch manipulierbarer. Die Bedeutung der Internetportale, die Soziale Netzwerke virtuell abbilden, nimmt deshalb stetig zu. Der User kann durch diese Portale allen Netzwerk-Mitgliedern – die es wissen wollen – sein persönliches soziales Netzwerk zeigen und er kann sich innerhalb seines eigenen Netzwerkes präsentieren. Dadurch macht er sich aber auch für Dritte transparent. Und das kann – wie am Beispiel von Thomas Müller zu sehen ist – zu seinem Nachteil sein, obwohl er eigentlich aus seinem Verhalten einen Vorteil ziehen wollte.

Auf diesen Plattformen ist ein Wettlauf um Freunde und Kontakte entbrannt. Warum sitzen die User offensichtlich stundenlang vor dem Bildschirm und treten nicht auf der Straße in Kontakt zu anderen Menschen?

Zunächst ist es für den User wichtig, sein Netzwerk auszubauen. Das heißt, er sucht nach neuen Bekannten, die er seiner Freundesliste zufügen kann. Dazu hält er sich in angesagten Gruppen auf und lernt über die gruppeninternen Foren neue Menschen kennen. Zusätzlich wird dieser Wettlauf durch das „Kleine-Welt-Phänomen“ nach Stanley Milgram angeheizt. Auf jedem besuchten Profil kann der User sehen, ob die zugehörige Person über Dritte, Vierte oder Fünfte bekannt ist. Der Reiz liegt wahrscheinlich darin, neue Menschen kennen zu lernen, ohne real auf diese zugehen zu müssen. Ich habe selber schon die Erfahrung gemacht, im StudiVZ Menschen kennen gelernt und mit ihnen kommuniziert zu haben, die anschließend in einer realen Situation in der Vorlesung vor mir stehen und nicht mit mir reden können. Diese Personen sind real meistens schüchtern und zurückhaltend, genau das Gegenteil von ihrem Alter Ego im Netzwerk.

„Generation X meets Generation Porno – Die Suche nach dem eigenen Profil“ lautet der Titel Ihres Buches. Warum hat diese Generation aber offensichtlich kein Problem, unzählige Profile über sich im Internet zu erstellen?
Im Internet kann sich jeder Mensch sein eigenes Alter Ego erfinden und damit in der „realen Internetwelt“ so sein, wie er sich gerne im echten Leben sehen würde. Er kann sich so verstellen, wie es notwendig ist, um neue Kontakte zu knüpfen, mit Menschen zu kommunizieren und vor allen Dingen: Das Alter Ego kann den Erfolg haben, den sich der echte Mensch im wahren Leben wünscht.
Im Prinzip dienen die unzähligen Profile im Internet nur dazu, den gesellschaftlichen Minderwertigkeitskomplex dieser Generation zu befriedigen. Das bedeutet aber auch, dass diese entwickelten Profile in der Realität nicht existieren. Die Generation erfindet Profile, ist aber dennoch auf der Suche nach dem eigenem – dem richtigen!

Was verstehen sie unter den Generation X und Porno?
Der Begriff „Generation X“ wurde von Douglas Coupland in seinem gleichnamigen Bestseller geprägt. Die Menschen, die zwischen 1960 und 1979 geboren worden sind, gehören automatisch der Generation X an. Der Titel wurde zum sprichwörtlichen Begriff und namensgebend für eine vom Konsumwahn abgestoßene Bewegung. Das Buch schildert in anekdotenhafter Form den Selbstfindungsprozess dreier exemplarischer Vertreter der Generation X und ihrem Streben der zunehmenden Kommerzialisierung ein eigenes Wertesystem entgegenzustellen. Coupland stellt dem eingeschliffenen Lebensstil aus gesellschaftlichen und ökonomischen Zwängen eine „Lessness“ genannte Philosophie gegenüber, die den Wert des Lebens nicht an der Anhäufung von Statussymbolen misst. Das ’neue‘ Wertsystem wird auch ironisch als „Exhibitionistische Bescheidenheit“ bezeichnet. Aufgrund dieses Lebensgefühls der Konsumverweigerung würde Couplands Generation X in Anlehnung an Gertrude Stein auch als „Lost Generation der Neunziger“ bezeichnet. Der Begriff „Generation Porno“ meint eine Generation, die keine Tabus kennt. Es ist die Generation der heute 14- bis 18-Jährigen, die sich gerade im Prozess ihrer Persönlichkeitsentwicklung befinden. Viele Jugendliche heute sprechen ihre ganz eigene Sprache. Sie präferieren das Handy, das Internet und den Alkohol. Die Generation Porno lebt in einem ständigen Spagat. Auf der einen Seite wird durch die Pisa-Studie deutlich, dass große Defizite in der Bildung vorhanden sind. Auf der anderen Seite sind sie in der Lage, durch den Einsatz modernster Handy-Technologie auf dem Schulhof Pornofilme oder Schlägereien zu drehen, und diese Videos über Internet-Portale jedermann zugänglich zu machen. Sicher sind nicht alle Jugendlichen so tabulos, wie soeben beschrieben, doch sind die Themenbereiche Gewalt und Sex „legaler“ geworden. Die Art der Jugendlichen, sich mit diesen Themenbereichen auseinander zu setzen, hat sich geändert: Man redet darüber, macht es und stellt es in der Öffentlichkeit dar.

Florian Illis hat durch sein Buch den Begriff „Generation Golf“ bekannt gemacht. Sie stellen einen direkten Bezug zur Generation X her. Warum?
Ich glaube, die von Coupland erwartete Selbstfindung dieser „Generation X“ hat so nicht stattgefunden. Hätte diese Generation der Kommerzialisierung ein eigenes Wertesystem gegenüber gestellt, so würde unsere Gesellschaft nicht vom Konsumgedanken dominiert sein. Meiner Meinung nach hat sich die Generation X den gesellschaftlichen und ökonomischen Zwängen ergeben. Und sie verdient ihren Lebensunterhalt mit dem, was die Generation Porno konsumiert. Aus diesem Grund stelle ich den direkten Bezug zur Generation X her. Die Generation Porno ist ihr Produkt.

Der Begriff Generation Porno macht die Runde. Diese Woche berichtet der Themensender Arte über das Internet und die Pornografie, die längst in die Lebenswelten von Jugendlichen eingehalten hätten. Ein Trendthema oder tatsächlich ein ernstzunehmendes Problem?
Nicht nur ein Trendthema, sondern ein ernstzunehmendes Problem. Studien bestätigen, dass Kinder und Jugendliche, die durch das Handy und das Internet Gewalt wahrnehmen, auch im reellen Leben Gewalt akzeptieren und anwenden. Das Wertesystem dieser Generation ist ein anderes als das, was ältere Generationen kennen.

Welche Generation folgt auf die von Ihnen beschriebene?
Das weiß ich selber noch nicht, aber darüber können sich dann andere Menschen Gedanken machen. Auf jeden Fall bin ich sehr gespannt auf diese folgende Generation!

Welche Konsequenzen ergeben sich daraus für das Miteinander?
Wir müssen mehr miteinander reden. Und zwar real, nicht per Handy, SMS, Chat, Internetforen oder sonstigen Diensten. Und wir müssen uns gegenseitig besser zuhören, respektvoller miteinander umgehen. Und vor allen Dingen müssen wir im Internet genauso sorgsam mit unserer Privatsphäre umgehen wie im echten Leben.

„“

wie trinkt man ein Bier – mit Abdrucklöffel im Mund?

Mai 26, 2008

Alginatabdruck

man hat so seine Mühen, allerdings – wie beschrieben – nicht unbedingt zur Nachahmung empfohlen

…….meint das dentale blog

ob das klappt?

ja ja jaaaaaaaah!

noch eines?

oder so!

Amy Winehouse und ihre Zähne Part III

Mai 26, 2008

Singer Amy reveals she’s a toothless wonder

Singer Amy reveals she’s a toothless wonder

She’s known for having a big mouth, and a fantastic singing voice, and no one could ever accuse singer Amy Winehouse of being a toothless wonder – until now.

The 23-year-old singer’s grin, as she partied with fiance Blake Fielder-Civil in a New York hotel, revealed a huge gap where one of her sparkling white teeth should be.

The chart-topping singer of song Rehab, whose album Back to Black burst into the US Billboard charts at No7 is notorious for her hard-drinking rock and roll lifestyle earning her the nickname Amy ‚Wino‘.

Following the break-up of her relationship with ex-boyfriend Alex Jones-Donnelly, she was often seen stumbling out on the town with drinking pal Kelly Osbourne, daughter of rocker Ozzy. And it was rumoured the dental misshap resulted from one of her frequent drunken episodes.

But in an interview with Mtv.com, Amy explained the truth is rather more pedestrian. She said: „My tooth got knocked out, that’s true,“.

„I bit down on an ice cube and felt it come loose. I was sitting with my boyfriend and told him he had to pull it out because it was going to come out at some point and would be horrible and bloody.

„He wouldn’t pull it out, so I had to do it myself.

Amy und die Zähne II

Mai 25, 2008

Amy Winehouse kommt nicht von den Drogen los

Ihre Zähne fallen aus!

Nach der Absage ihrer UK-Tour war die Hoffnung aufgekeimt, Amy Winehouse würde sich endlich doch wegen ihres massiven Drogenproblems in die Reha begeben. Dem ist leider nicht so: Amy konsumiert aus Kummer um ihren eingesperrten Mann mehr Drogen denn je … weshalb ihr jetzt die Zähne ausfallen!

Am frühen Morgen des 2.12. war im Londoner Stadtteil Bow Merkwürdiges zu beobachten: Amy Winehouse lief trotz eisiger Kälte barfuss, mit Jeans und rotem BH bekleidet, gegen sechs Uhr Früh auf dem Gehsteig auf und ab.

Mehr Drogen denn je!

Die Soul-Sängerin wirkte dabei völlig aufgelöst, ihre Augen waren verquollen, ihre Frisur wirr durcheinander. Es hatte den Anschein als würde Amy auf jemanden warten, aber niemand kam. Nach einigen Minuten scheinbar sinnlosen Umherwanderns ging Amy wieder ins Haus zurück.

Diese Episode macht deutlich in welcher Lage sich Amy zurzeit befindet. Die 24-jährige ist orientierungs- und antriebslos, irrt ziellos und deprimiert durch ihr Leben und wartet auf einen Retter der nicht kommt. Alles was sie will ist ihren Mann Blake wieder bei sich zu haben, doch der sitzt wegen schwerer Körperverletzung und Justizbehinderung bis 18.1.08 in U-Haft. Obwohl sich Amy deswegen so sehr grämt, wird sie von ihrer Schwiegermutter dennoch heftig kritisiert.

Im Visier der Schwiegermutter

Mama Civil, so die Website thisislondon.co.uk stößt sich daran, dass Amy Blake bisher nur zweimal im Gefängnis besucht hat. Dort darf Blake Fielder-Civil zweimal die Woche neunzig Minuten lang Besuch empfangen. Frau Civil: „Amy kann derzeit nicht klar denken. Das ist sehr traurig und wir sind alle sehr besorgt um ihre geistige und emotionale Gesundheit. Sie kann nicht aufhören zu weinen und sagt andauernd, dass sie nur ihre Ruhe haben möchte. Sie isst nicht, sie schläft nicht, sie ist völlig fertig. Sie weint zwar wegen Blake, aber was hat sie getan, um ihm zu helfen? Nichts!“ Amys Vater nimmt seine Tochter in Schutz, Blakes Mutter beanspruche alle Besuchstermine bei Blake für sich. Amy müsse Georgette regelrecht anbetteln, um bei ihrem Mann sein zu können.

Zähne ade!

Außerdem hat Amy noch ein weiteres Problem: Ihr Zähne fallen aus! Ein Schneidezahn und ein Backenzahn haben sich bereits aus Amys Gebiss verabschiedet. Es sieht ganz danach aus als wäre Amys Drogenmissbrauch die Ursache dafür. Die Sängerin soll sich selbst einen der locker gewordenen Zähnen mit ihren Fingern gezogen haben. Es heißt Amys Zahnfleisch sei entzündet und wund.

Viagra, Sex-Talk und ohne Lust in in die Zukunft

Mai 14, 2008

Über den Sex – Tal im Gruselkabinett der Dr. Sandra M. schreibt Reinhard Mohr in spiegel-online:

Eizellen auf Eis, Samenbanken in Dänemark: Bei Sandra Maischberger debattierten 50-jährige Mütter und impotente Männer über die Fortpflanzung per Reagenzglas und Pinzette. Deprimierendes Fazit: Die zweite sexuelle Revolution hat mit Lust nichts zu tun.

Über Masturbation wurde nicht geredet. Dabei ist die sexuelle Selbstbefriedigung, folgt man dem langjährigen Experten Woody Allen, nichts weiter als Sex mit jemandem, den man wirklich mag. Kommt eine zweite Person hinzu, wird es schon kompliziert. Wie kompliziert, das zeigte sich in Sandra Maischbergers Talkrunde zum Thema „Pille, Viagra und Designerbabys – kommt die zweite sexuelle Revolution?“ Nachdem das Gespräch um 0.16 Uhr beendet war, drängte sich ein erster Eindruck auf: Mit Lust hat sie jedenfalls nichts mehr zu tun.
Sex, Drugs und Rock’n’Roll – das war gestern. Morgen – das ist In-Vitro-Fertilisation, Fremdeibefruchtung, Leihmutter, Samenbank und Eizelle auf Eis, Mütter als Großmütter ihrer selbst, impotente Männer in der Selbsthilfegruppe „Erektile Dysfunktion“ und Genanalyse am befruchteten Ei: eigentlich ein „Gruselkabinett“, wie es der Moderatorin einmal selbst kurz entfuhr.

Die Schöne Neue Welt des Sex, wie sie sich in solch realen Szenarien zu entfalten scheint, zeigte sich in der Fernseh-Sprechstunde von Dr. Maischberger allerdings recht brav und ansehnlich. Felicitas Schirow, eine attraktive 50-Jährige, berichtete eloquent vom Zustandekommen ihres gerade acht Wochen alten Babys. Zu dritt, die fremde Ei-Spenderin inklusive, sei man nach Tschechien gereist, wo das vom Lebensgefährten befruchtete Ei in die Gebärmutter eingesetzt wurde. Anders sei der lebenslange Kinderwunsch nicht erfüllbar gewesen.

Die lesbische Isabella Manuela Torelli und ihre Lebensgefährtin dagegen brauchten einen anonymen dänischen Samenspender, um ihrem „Triebschicksal“ ein Schnippchen zu schlagen und den gleichfalls intensiv gehegten Kinderwunsch verwirklichen zu können. Nur nach dem Vater darf der Nachwuchs nicht fragen, denn der wird für immer unsichtbar und abwesend bleiben. Dafür gibt es jetzt gleich zwei Muttis.

Günther Steinmetz, Gründer einer Selbsthilfegruppe, hat da ganz andere Probleme: Schon an der Quelle ist der Wurm drin. „Erektile Dysfunktion“, vulgo Impotenz, verhindert bei vielen Männern, dass es überhaupt zum erfolgreichen Austausch von einschlägigen Körperflüssigkeiten zwischen Mann und Frau kommt. Ein durchaus altes Thema in Zeiten der literarischen Feuchtgebietsbetrachtung, in denen es keine Unschuld mehr gibt, wenn von Nassrasur die Rede ist.

Dr. Gabriele Marx war das alles ziemlich fremd und zuwider. Sie beharrte auf den biologischen Grenzen, die die Natur seit jeher setzt, einschließlich der außergewöhnlich langen „Brutpflege“ der menschlichen Nachkommen, vergleiche man sie mit kleinen Eisbären oder Singvögeln. Dies war nun leichtes Spiel für den Chemiker Dr. Carl Djerassi, 84, der einst die „Pille für die Frau“ vulgo „Antibabypille“ erfunden hat. Was heiße hier Biologie? Binnen eines Jahrhunderts habe sich durch wissenschaftliche, ökonomische und kulturelle Errungenschaften das durchschnittliche Lebensalter verdoppelt. So sei es nur normal, dass sich der weibliche Gebärzeitraum im Mittel um fünf bis zehn Jahre nach hinten verschoben habe.

Seine These verlieh der Sendung immerhin den dünnen roten Faden: Sex und Fruchtbarkeit, so Djerassi, trennten sich zunehmend. Nachdem die Pille seit Jahrzehnten die sexuelle Befriedigung von der geschlechtlichen Zeugung gelöst habe, gehe es nun, andersherum, immer mehr um die Zeugung ohne Sex. Der Begriff des „Geschlechtsverkehrs“ bekommt so eine ganz neue, eigenartige Konnotation. Immer häufiger wird nun mit Reagenzglas und Pinzette hantiert statt mit den seit alters her bekannten primären Geschlechtsorganen.

Djerassi sieht das durchaus als Fortschritt, nicht als Bedrohung. Und tatsächlich könnte man ebenso gut darauf verweisen, dass im Mittelalter die Natur schwindsüchtigen und anderweitig kranken Menschen weit vor dem 40. Lebensjahr biologische Grenzen aufgezeigt hat, die heute niemand mehr fraglos akzeptieren würde.

Gleichwohl ist die Furcht vor einer „kalten, lieblosen Welt“, wie sie die „ganzheitlich denkende“ Ärztin Gabriele Marx (die auch die Pille nicht mehr verschreibt) aufscheinen sieht, nicht ganz absurd. Allerdings reicht schon das Stichwort „Amstetten“, um daran zu erinnern, dass allein die Tatsache einer körperlich authentischen Sexualität mit natürlicher Fruchtbarkeit keineswegs vor dem schlimmsten Horror schützt. Das Böse ist eben immer auch biologisch nebenan. Die Triebnatur ist nicht unschuldig.

So blieb nicht nur der ermattete Fernsehzuschauer zu später Stunde ein wenig ratlos zurück. Es ist schon vertrackt: Einerseits verschafft der wissenschaftlich-technische Fortschritt, wie eh und je, immer neue Optionen der Selbstverwirklichung – andererseits ist man selbst ziemlich froh, dass man Mama und Papa noch in echt hatte statt im anonymen Operationssaal einer globalisierten Welt zusammengebraut zu werden, während die Pharmaindustrie weiter an der „Härte der Erektion“ à la Viagra plus forscht.

Lust auf Zukunft? Eher Fehlanzeige.

Sex, Drugs und Rock’n Roll lassen Teenies das Älterwerden spüren

Mai 9, 2008

Alberta – Ausgehen, Drogen und Sex bewirken bei Jugendlichen, dass diese sich älter fühlen als sie sind. Mit dieser Beobachtung bestätigen nun Forscher der University of Alberta, was Eltern schon immer zu wissen glaubten. Die Arbeitsgruppe veröffentlichte ihre Ergebnisse im Journal of Adolescence (2007; 30 (3): 435-447).

Die Wissenschaftler befragten mit Unterstützung von Kollegen der University of Victoria 664 Jugendliche im Alter zwischen 12 und 19 Jahren. Der Fragenkatalog untersuchte das Ausgehverhalten, sexuelle Erfahrungen und Drogenkonsum. Hierzu zählten auch Alkohol und Tabakwaren. Zudem befragten die Forscher die Jugendlichen nach ihrem subjektiv empfundenen Alter (Subjective Experience of Age, SEA) im Vergleich zu ihrer Alterskohorte.

Die Analyse der Daten ergab, dass sich die Jugendlichen im Durchschnitt älter fühlten, als es ihrem tatsächlichen Alter entsprach. Diese Tatsache allein ist nach Angaben der Wissenschaftler nichts Ungewöhnliches, sie entspricht dem typischen Verhalten. Die Forscher gingen aber auch der Ursache für die Diskrepanz zwischen dem empfundenen und dem chronologischen Alter nach.

„Wir fanden heraus, dass spezifische Verhaltensweisen einen Einfluss auf die Selbstwahrnehmung des Alter bei Jugendlichen haben“, berichtet Kelly Arbeau, Co-Autorin der Studie. „Zum Beispiel empfinden solche, die mit älteren Partnern zusammen sind, ihr subjektives Alter höher.“

Sexuelle Aktivität hatte hierbei einen äußerst starken Einfluss, besonders, wenn die Jugendlichen ihre ersten Erfahrungen sehr früh machten. „Sexuelle Erfahrung gehört eindeutig ins Reich erwachsenen Verhaltens“, analysiert Arbeau. „Daher könnten Teens, die Sex haben, sich gegenüber Gleichaltrigen erwachsener fühlen.“ Rauchen, Trinken und Drogenkonsum korrelierten ebenfalls mit einem höheren SEA.

Die Ergebnisse der Studie bestätigten auch die allgemeine Annahme, dass Mädchen früher reifen als Jungen. Zudem fanden die Forscher heraus, dass die Diskrepanz zwischen chronologischem Alter und SEA bei den Befragten mit dem Alter zunahm. Die Forscher weisen jedoch darauf hin, dass sich dieser Trend im späteren Leben nicht fortsetzt. In den Zwanzigern entspricht das SEA in etwa dem tatsächlichen Alter und ab dem 30. Lebensjahr fühlen sich Menschen jünger, als sie es tatsächlich sind.

Lies, Myths, and Fairytales being told in Dentistry!

Mai 7, 2008

Myth #1. „All you have to be is a good dentist … and patients will flood your office. You’ll have a successful practice!“

Reality: the public doesn’t know the difference between a ‚bad‘ dentist and a great dentist. Great Dentists who DO NOT know how to market and promote their dental practices … will go broke, struggle, and wonder why!

Myth/Lie #2: Advertising and Marketing is unprofessional!

Reality: Advertising and marketing is the best way to educate the public on what the dental profession can do!

The fact is that good marketing contributes to the growth of all Dentists! It’s a good thing … and most importantly is a MUST for anyone serious about running a successful business!

After all, that is what you are in … a business!

Myth/Lie #3: We are in a Recession!

Reality: A recession might be going on … but my clients are doing better than ever before!

While wall street and CNN is brain washing everyone about the doom and gloom of our economy … the real solution is what YOU ‚think‘ and what you do!

During times like these … you need to market and promote more than ever before! Plus, make sure you are communicating and nurturing your existing patient base!

If you are NOT doing this, then I can predict you will have tough times ahead.

On the flip side, if you want to start attracting more patients who gladly Pay, Stay, and Refer, then I’ll give you the keys to the kingdom.

Ein Studentenblatt zieht Kreise

Mai 6, 2008

Spiegel Online berichtet über das POLITJOURNAL „360°“

Es begann mit der simplen Idee, die besten Hausarbeiten von Studenten zu veröffentlichen. Inzwischen läuft es rund in der Redaktion von „360°“ – das überzeugende Magazin hat auf dem Markt der Uni-Zeitschriften einen Spitzenplatz erobert.

Dominic blickt skeptisch auf den Ausdruck – da fehlt noch was. „Er sollte eine Aktentasche tragen, das ist doch ein Lobbyist“, sagt er und zeigt auf das Bild vom Mann im Anzug. Max zögert kurz, stimmt dann aber zu. „Das war auch ausschlaggebend für unser neues Titelthema ‚Macht'“, sagt Dominic und blickt zufrieden auf den Coverentwurf.

Dominic Schwickert, 26, ist Chefredakteur des studentischen Journals „360°“, Max Schmittmann der Anzeigenleiter. Wie bei jedem Magazin kommt es auch bei „360°“ immer mal wieder zur Machtprobe zwischen Redaktion und Anzeigenabteilung: Wer setzt sich durch? So entstand die Idee, das Phänomen Macht zum Thema des nun frisch ausgelieferten neuen Heftes zu machen. Die Macht-Ausgabe ist schon die fünfte. Seit 2006 erscheint „360°“ zweimal pro Jahr, immer zu Semesterbeginn. Studentenmagazine gibt es viele, „360°“ ist jedoch das einzige wissenschaftliche Journal, das eine reine Studenteninitiative veröffentlicht.

Mit einem Traum fing es an: „Mitte 2005 war ich in Santa Barbara im Auslandssemester. Da hab ich gesehen, dass es US-Studenten in Dutzenden von Studentenzeitschriften schon früh publizieren können“, erzählt Dominic Schwickert. Der Chefredakteur mit der Wuschelfrisur studiert Politik und Öffentliches Recht in Münster. „Sowas müsste es bei uns doch auch geben, fand ich, habe mich nach meiner Rückkehr mit zwei Kommilitonen zusammengesetzt und in der WG-Küche einen Abend und eine Nacht diskutiert.“

Forum für sehr gelungene Hausarbeiten

Hängen blieb schließlich die Absicht, aus den vielen an Unis produzierten Hausarbeiten etwas zu machen. „Das Problem ist ja oft, dass nur der Professor sie liest, also wollten wir ein Forum schaffen, sehr gelungene Arbeiten auch mal Leuten zu präsentieren, die nicht studieren.“ Auf Hausarbeiten basierende wissenschaftliche Texte sollten journalistisch aufgepeppt veröffentlicht werden. Die Idee lehnten viele Dozenten als zu flüchtig ab. „Aber genau das hat uns bei unserer Ehre gepackt“, sagt Dominic und grinst.

Das Projekt nahm Gestalt an. Einer hatte die Idee, sich stets auf ein einziges Thema zu konzentrieren, das aber aus verschiedenen Blickwinkeln betrachtet wird – der Name „360°“ war geboren. „Klar war, dass es um Hausarbeiten in Artikelform gehen soll“, sagt Dominic und trinkt hastig einen Schluck Kaffee. Selber zu schreiben, trauten sich die Studenten nicht recht zu. Und überhaupt: Wer soll das bezahlen?

Ein Professor gab den entscheidenden Tipp: „Gründet einen Verein, beantragt Fördergelder.“ Dominic lacht: „Boah, es ging Schlag auf Schlag. Wir hatten dann ein Thema, China. Auch Texte waren da. Okay, sie kamen von Kommilitonen und Bekannten, aber der Inhalt stand. Nur einen Grafiker hatten wir nicht.“

In ihrer Not wandte sich die Truppe an die Fachhochschule für Design in Münster und fanden einen türkischen Studenten, der uns das Heft layouten wollte. Nur: „Er konnte kein Wort Deutsch“, berichtet Dominic, „vier Tage lebten wir quasi mit ihm in einem abgedunkelten Raum und haben Blut und Wasser geschwitzt.“ Denn der Drucktermin stand, der Traum hätte auch mit einem Schuldenberg von 9000 Euro enden können. Aber in der Nacht vor dem Abgabetermin wurde das „Masterfile“ dann doch noch fertig.

„An gesellschaftlichen Debatten teilnehmen“

Der Stress lohnte sich. 2000 Exemplare konnten sie auf Anhieb verkaufen, von da an ging es rasant bergauf. „360°“ wurde zum Insidertipp. Immer mehr ehrenamtliche Mitarbeiter halfen, das Journal im ganzen Land bekannt zu machen. So stieß auch Max Schmittmann, 28, dazu. Als Anzeigenakquisiteur schaffte der Münsteraner Sinologiestudent es, Großkunden zu gewinnen.

Mit dem Erfolg wuchs der publizistische Ehrgeiz. In einem wissenschaftlicher Beirat prüfen nun Hochschullehrer die Qualität der Texte, Ressorts sind entstanden, inzwischen gehören 50 Studenten dem gemeinnützigen Verein an und trommeln im ganzen Land für das Blatt.

Das Procedere: Die Redaktion einigt sich auf das Thema, Studenten von überall können dann ihre Haus- und Seminarbeiten einreichen und sie durch den Beirat und das studentische Lektorat prüfen lassen. Geld winkt nicht, nur die Ehre der Veröffentlichung. 40 Texte aus verschiedenen Disziplinen erreichen die Redaktion pro Ausgabe, acht schaffen es nach dem Ausleseprozess ins Heft.

Die Themen wurden vielfältiger: Migration, Europa, nun Macht. Inzwischen ist das Journal außer an Uni-Ständen in großen Städten auch in den Unibuchhandlungen zu erwerben. Es läuft rund, die Initiative ist inzwischen recht bekannt. Und hat von der Uni Münster den Studierendenpreis 2007 für ehrenamtliches Engagement erhalten, immerhin dotiert mit 2500 Euro.

Ein halbes Jahr will Gründer Dominic Schwickert noch dabei sein und sich dann allmählich zurückziehen – „etwas wehmütig wird man da schon“. Ziel müsse bleiben, Studenten Raum zu geben, „an gesellschaftlichen Debatten teilnehmen zu können“.

Young Dentists rocken Ischgl:

Mai 4, 2008

Wahnsinn, was da abging:

Das mid-year-meeting der Young Dentists schlug voll ein – kein Wunder bei traumhaftem Wetter und besten Pistenbedingungen – solchen und solchen 😉

Fotos gibts bei Dentalparty und die Konzertreview im Pistenblog